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Erläuterungen zum Wettbewerb: Jena Bioscience

Das Baugrundstück liegt am nordöstlichen Stadtrand Jenas im zentrumsnahen und traditionell gewerblich-industriell genutzten nördlichen Auenbereich der Saale.

Die Kubatur des Neubaus lehnt sich durch ihre Zweigeschossigkeit und das Flachdach an die Umgebungsbebauungen an und vermittelt zwischen den Traufhöhen der östlich und westlich anschließenden nachbarlichen Bestandsgebäude.

Die Anordnung des L-förmigen Gebäudes an der südlichen Grundstücksgrenze sorgt zum einen für die hervorragende Wahrnehmbarkeit des Firmenstandortes. Andererseits werden größtmögliche Flächen und Gestaltungsspielräume für Erweiterungsflächen des geplanten zweiten Bauabschnittes auf dem zusammenhängend erhaltenen nordwestlichen Grundstücksbereich bewahrt.

Der "Schiffsbug" der östlichen Gebäudespitze wird zum Thema der Geländemodellierung derAußenanlagengestaltung. Die abgestufte Ausdehnung des Gebäudesockels dient gleichzeitig der bewusst überhöhten Inszenierung der repräsentativen Zufahrts- und Haupteingangssituation der künftigen Firmenzentrale von "Jena Bioscience".

Weiterhin wird das Logo der "Jena Bioscience" aus geschlossenen Teilbereichen von Nordost- und Südfassade weithin wahrnehmbar ausgespart und werbewirksam hinterleuchtet.

Entsprechend des vorgegebenen Raumprogramms sind alle hochwertigen Labor-, Büro-, Lagerarbeits- und Meetingbereiche entlang der Gebäudefassaden angeordnet und weisen durch großzügige Fensteröffnungen eine hervorragende Tageslichtversorgung auf. Teeküchen und Sozialbereiche sind in Form von geschossübergreifenden Aufenthaltszonen in beiden Gebäudeflügeln eingeordnet und gleichfalls mit lichtspendenden großflächigen Fenster- bzw. Oberlichtöffnungen versehen.

Der neue Unternehmenshauptsitz der "Jena Bioscience" vermittelt sowohl Ruhe und Klarheit, bildet aber mit seiner raumgreifend-skulpturalen Form und Materialität einen einprägsamen Akzent im durch heterogene Bebauung geprägten Gewerbegebiet Löbstedter Straße.